Hintergrundwissen Hochbeet

Hochbeet Vorteile

Bereits im Mittelalter erkannte man, dass erhöhte Gärten frühere Ernte einbringen. Damals noch in Form gehäufter Hügelbeete - heute als stilvolle Hochbeete. Da die Pflanzen in Hochbeeten weit über dem natürlichen Erdreich gedeihen, kann der Bodenfrost ihnen nichts anhaben. Mit einer Höhe von 80 Zentimeter haben auch Jungpflanzen eine Chance ihre Früchte auszutragen. Doch eine üppige Ernte und Farbenpracht im Frühjahr sind nicht die einzigen Argumente, die für eine Beeteinfassung dieser Art sprechen. Gärtnern ist und bleibt eine körperliche Tätigkeit und sogar leidenschaftliche Gründaumen wissen, dass Gartenarbeit mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden sein kann. An erster Stelle: der Rücken! In gebückter Haltung arbeiten, ist sehr anstrengend, und keiner, der es nach ein paar Stunden Unkraut jäten nicht im Kreuz spürt. Ein Hochbeet hat eine bequeme Arbeitshöhe und macht sich für viele mehr als gut bezahlt. Zudem finden sich in Hochbeeten grundsätzlich weniger Unkräuter, da der Samenflug hauptsächlich am Boden stattfindet. Für Schnecken und andere Schädlinge ist das Hochbeet eine natürliche, aber unbezwingbare Barriere. Ob die modularen Beete zur Begrenzung eines Sitzplatzes verwendet werden, ein Terrassengarten angelegt werden soll oder auch nur als Solitär – mit Kräutern, Zier- oder Gemüsepflanzen bestückt, es entsteht immer ein kleiner Mikrokosmos, an dem man auf Augenhöhe Freude haben kann. Hochbeete sind auf jedem Untergrund platzierbar und durch die Füllung mit Grünabfällen, Erde und Kompost immer fruchtbar. Sogar auf einem kahlen Betonboden können so Radieschen gedeihen.

Noppenfolie

Die Noppenfolie kommt immer dann zum Zug, wenn ein Hochbeet aus Holz gemacht ist. Das Holz soll nämlich nicht mit der meist feuchten Erde in Kontakt kommen. So kann es vor Fäulnis geschützt werden. Die Folie wird mit den ausstehenden Noppen gegen das Holz verschraubt. Dadurch entsteht zwischen Holz und Folie ebenfalls ein Luftraum, der die Entstehung von Kondenswasser verhindert.

Befüllung des Hochbeets

Im Internet kursieren viele Theorien und Meinungen über die richtige Befüllung eines Hochbeets. Die weitläufige Meinung ist, das Hochbeet in Schichten zu Füllen. D.h. mit Ästen, Schnittgras, Laub und anderen Gartenabfällen, die abwechselnd geschichtet werden. Das Hauptproblem zeigt sich nach 1-2 Monaten, wenn sich die aufgeschichtete Befüllung bis auf die Hälfte des Hochbeets abgesenkt hat. Dieses Phänomen kann man sehr gut beim Kompostieren beobachten. Ein weiteres Problem bei einer solchen Befüllung ist der Gärprozess, der für das Klima des Hochbeets nach ein paar Jahren eher kontraproduktiv ist.

Das Hochbeet soll mehr Komfort in Ihren Gartenalltag bringen. Deshalb empfehlen wir eine einfache, aber sehr effiziente und langfristig bessere Variante für die Befüllung. Zu unterscheiden gilt es in erster Linie, ob das Hochbeet freistehend im Garten, oder auf der Terrasse bzw. auf einem Balkon aufgestellt wird.

  • Variante 1 – freistehend im Garten: die untere Hälfte des Hochbeets wird mit normalem Aushub (Aushuberde) gefüllt. Die obere Hälfte soll mit guter Gartenerde und Humus, d.h. gut mineralisierte Erde, die Ihrem Vorhaben Gemüse, Blumen oder Pflanzen zu säen, entspricht.

  • Variante 2 – auf Terrasse oder Balkon: Bei dieser Variante wird die untere Hälfte mit Füllmaterial und die obere Hälfte mit guter Gartenerde gefüllt. Dazwischen wird eine Lage Vlies gelegt. Auf der Terrasse oder dem Balkon müssen zum Teil Gewichtsbeschränkungen berücksichtigt werden. Deshalb können Sie beim Füllmaterial folgendes beachten. Blähton ist ein sehr geeignetes Material für die Befüllung auf der Terrasse. Blähton ist allerdings ein Wasserspeicher, sodass nach der Bewässerung das Gewicht wesentlich zunimmt. Als Alternative, falls die Gewichtsbelastung auf Ihrer Terrasse ein Thema ist, kann Schaumglasschotter (Marke Misapor) genommen werden. Das ist ein sehr leichtes Material, welches kein Wasser speichert. Dank des groben Füllmaterials (Blähton oder Schaumglasschotter) und des bodenlosen Hochbeets haben Sie eine schöne Drainage sowie einen guten Ablauf des Wassers – so haben Sie keine Probleme mit Staunässe, wie es bei anderen Pflanzengefässen üblich ist.